Die Blutritter

| 90 Min. | D 2003 | FSK 6 |
Premiere digitalisierte Fassung

Samstag, 15.10., 17 Uhr | Saal 1
Sonntag, 16.10., 11 Uhr | Linse


Regie & Drehbuch: Douglas Wolfsperger

Kamera: Igor Luther

Schnitt: Götz Schuberth

Ton: Steffen Graubaum

Musik: Hans-Jürgen Buchner

Produzent: Ulli Pfau

Produktion: Eikon Südwest GmbH

Einmal im Jahr nimmt im oberschwäbischen Weingarten die grösste Reiterprozession der Welt ihren Lauf. Im Mittelpunkt steht die Verehrung einer Reliquie, die angeblich einen echten Blutstropfen des gekreuzigten Christus birgt. Regisseur Douglas Wolfsperger nimmt dieses Ereignis zum Aufhänger für ein ebenso stimmiges wie kurzweiliges Porträt eines Landstrichs und seiner Bewohner. Eine außerordentlich unterhaltsame, berührende und oft sehr komische Dokumentation über Glauben und Gott, Liebe und Leid, Tod und Teufel.

mit anschließender Diskussion:

Welchen Platz hat Gleichberechtigung und Toleranz im Rahmen oberschwäbischer Traditionen?

Schon bei der Entstehung seines Films „Die Blutritter” in den Jahren 2003/2004 hat Regisseur Douglas Wolfsperger
die Frage nach weiblichen Teilnehmenden gestellt. Was in vielen Bereichen der Gesellschaft längst schon
nicht mehr thematisiert werden muss, das ist für einige traditionelle Veranstaltungen noch immer ein Streitpunkt:
Das gleichberechtigte Miteinander der Geschlechter. Warum ist das so? „Dürfen“ sich jahrhundertealte
Traditionen im Sinne der Gleichberechtigung verändern? Welche Bedenken, welche Ängste gibt es, wenn sich
eine Männerwallfahrt auch für Frauen öffnet? Oder muss man darüber gar nicht mehr diskutieren, weil es ohnehin
eine Selbstverständlichkeit geworden ist?
Wir wollen reden. Mit Mädchen und Frauen, die sich für Gleichberechtigung starkmachen; mit Männern, die
„ihre” Traditionen verteidigen.

Anwesend: Douglas Wolfsperger